Paul Badura-Skoda bei Klassik in Jeans am 28. November

Dienstag, 21 Oktober 2014

Paul Badura-Skoda bei Klassik in Jeans am 28. November

                                                                                                                                                      © Reims, Moscou
Seit 70 Jahren ist der Starpianist in den Konzertsälen dieser Welt zu hören
Die Neugier, hinter die genaue Funktionsweise von Musikstücken zu blicken, die Leidenschaft für das Sammeln historischer Instrumente und seine exzellenten Kenntnisse über den Klavierbau zeichnen den Starpianisten aus. Bis heute ist Badura-Skoda konzertierend hochaktiv. Im Rahmen des Festkonzertes anlässlich des 50.000sten Bösendorfer Flügels konnte er es sich nicht verkneifen, sich als dienstältester Bösendorfer-Spieler im Saal zu outen – seit bald 80 Jahren sitzt er vor Bösendorfer Flügeln.

Aktiv bis ins hohe Alter
Für selbstverständlich habe er den Konzerterfolg allerdings nie genommen, wie er in einem Interview betonte: "Jedes Konzert ist eine Premiere, bei der du dein Äußerstes geben musst, um dem Komponisten in der Wahrheit des Werkes zu dienen." Beim nächsten Klavierkonzert bei „Klassik in Jeans“ wird er diesem künstlerischen Credo das nächste Mal gerecht werden.

Großer Pianist und leidenschaftlicher Sammler
Badura-Skodas musikalische Begabung wurde früh erkannt und gefördert, ausschlaggebend für seine Laufbahn waren jedoch auch die Konzerterlebnisse bei Auftritten Edwin Fischers oder Wilhelm Furtwänglers während der Kriegsjahre. "Ich möchte behaupten, dass noch nie mit solcher Hingabe musiziert wurde", sagte Badura-Skoda in einem Interview über jene Konzerte nach dem Ende des Krieges. Beachtlich ist auch sein Schallplatten-Opus, dass mittlerweile mehr als 200 Einspielungen umfasst, darunter die kompletten Klaviersonaten von Mozart, Beethoven und Schubert. Auch als Sammler machte sich der technisch Interessierte einen Namen: Eine umfassende Kollektion wertvoller Tasteninstrumente, sowie ein großes Archiv von Autographen und Originalmanuskripten zeugt von seinem Wunsch, die technische Funktionsweise von Musik, sowohl in ihrer theoretischen Entstehung, wie auch in ihrer instrumentalen Umsetzung zu begreifen.
Bei seinem letzten Konzert vom 16. Oktober im Wiener Musikverein erhielt er wie so oft standing ovations, zwischen zeitlich tourt er durch Deutschland, Holland und Frankreich. Am 28. November spielt er bei Klassik in Jeans im Klavieraus Weinberger in Enns.

Benefiz-Konzert für Waisenkinderschule
Alle Einnahmen aus Kartenverkäufen und Spenden für dieses Konzert gehen zugunsten des Projektes „Flügel für Waisenkinderschule“ des Klosters Tschernoostrowski in Malojaroslawets, Russland. Wir bedanken uns ganz herzlich bei Paul Badura-Skoda, der seine Kunst an diesen Konzertabend ohne Gage zur Verfügung stellt, um eine möglichst große Summe zugunsten des Benefiz-Projektes zu erzielen!

Das Programm:
Bach: Italienisches Konzert BWV 971
Mozart: A-Dur Sonate KV 331
Beethoven : Sonate Pathétique op. 13 oder Sonate Pastorale op. 28
            Pause
Chopin :
Walzer a-Moll, op. 34, Nr.2
Walzer cis-Moll op. 64 Nr. 2
Walzer Des-Dur op. 64, Nr 1 (Valse Minute)
2 Nocturnes op. 27 Nr.1 cis-Moll , Nr.2 Des-Dur
4 Mazurken op. 30 Nr.1 c-Moll ; Nr.2 h-Moll ; Nr.3 Des-Dur ; Nr.4 cis-Moll
Ballade Nr. 3 As-Dur, op. 47
Lassen Sie sich dieses Konzert nicht entgehen!

Kartenbestellungen im Klavierhaus Weinberger
07223 / 86084-10 oder Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! .
Eintritt: € 20,--, ermäßigt € 18,--,  Kinder bis einschließlich 10 freier Eintritt.
Um Voranmeldung wird gebeten!

Vita:
Paul Badura-Skoda, der heuer 86 wurde, gilt als einer der größten Pianisten und als musikalischer Botschafter Österreichs in aller Welt. Er wurde am 6. Oktober 1927 in Wien geboren und erhielt dort auch seine musikalische Ausbildung - zunächst privat, dann 1945 - 1948 am Konservatorium der Stadt Wien. 1948 schloss er die Fächer Klavier und Dirigieren mit Auszeichnung ab, entschied sich für eine Karriere als Pianist, war aber im Lauf der Jahre immer wieder auch als Dirigent tätig. Seine Karriere nahm ihren Anfang 1947, als er den ersten Preis des Österreichischen Musikwettbewerbes gewann und ein Stipendium für Edwin Fischers Luzerner Meisterkurse erhielt.
Entscheidend für seine Laufbahn wurden drei Ereignisse: Furtwängler und Karajan engagierten 1949 den noch unbekannten Künstler für ihre Konzerte in Wien, und durch sein Einspringen bei den Salzburger Festspielen für den erkrankten Edwin Fischer wurde er 1950 ein internationaler Star.
Seither ist Paul Badura-Skoda regelmäßiger und gefeierter Gast der internationalen Musikzentren, Festivals, der großen Orchester sowie der Rundfunk- und Fernsehstationen  der ganzen Welt. Neben Furtwängler und Karajan trat er mit den berühmtesten Dirigenten seiner Zeit auf wie George Szell, Karl Böhm, Lorin Maazel, Zubin Mehta, Sir Charles Mackerras, Sir Georg Solti, Kent Nagano und Sir John Eliot Gardiner. Paul Badura-Skoda hat ein umfangreiches Repertoire auf Tonträgern aufgenommen, mehr als 200 LPs und an die hundert CDs, darunter die kompletten Sonatenzyklen von Beethoven, Mozart und Schubert.
Paul Badura-Skoda ist auch einer der universellsten Musiker unserer Zeit: er dirigiert, komponiert und sammelt Originalausgaben und historische Tasteninstrumente. Er gilt als internationale Autorität in Textfragen und hat hunderte von Autographen und  Originalausgaben studiert, von denen er ein umfangreiches Archiv besitzt. Daraus sind zahlreiche Urtextausgaben, Aufsätze und Bücher über Bach- und Mozartinterpretation hervorgegangen.
Zahlreiche Ehrungen wurden ihm bisher zuteil: 1975 erhielt er das Österreichische Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst, 1978 wurde ihm der Bösendorfer-Ring verliehen, welchen vor ihm nur Wilhelm Backhaus trug. Die Stadt Wien ehrte ihn 1988 mit der Goldmedaille der Stadt Wien. 2007 wurde er mit dem Großen Silbernen Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich und dem Goldenen Ehrenzeichen für Verdienste um das Land Wien geehrt. Der Carinthische Sommer verlieh ihm die Ehrenmitgliedschaft. In Frankreich wurde er 1993 zum Ritter der Ehrenlegion ernannt und 1997 zum "Commandeur des Arts et des Lettres".
www.badura-skoda.cc